Quecksilbermonitoring

Ein neues Sammlersystem für die Deposition von Quecksilber hat sich unter Buche im Göttinger Wald bewährt. Unbeheizte, von der NW-FVA entwickelte Sammler bieten eine leicht zu handhabende und kostengünstige Möglichkeit, die Quecksilberdeposition zurfriendenstellend zu messen. Jetzt sollen die Tests auf weitere Baumarten wie Fichte und weitere Level-II-Flächen in Bayern und Nordrhein-Westfalen ausgeweitet werden.

Durch menschliche Aktivitäten, vor allem durch die Kohleverbrennung, werden bedeutende Mengen an Quecksilber in die Umwelt freigesetzt. Um die nasse Quecksilberdeposition in Waldgebieten besser quantifizieren zu können, wird derzeit an der NW-FVA und dem Thünen-Institut im Rahmen eines vom UBA finanzierten Projekts an der Verbesserung des Quecksilbermonitorings auf Level-II-Flächen gearbeitet.

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Globaler Düngeeffekt durch CO2 geht zurück

Der Düngeeffekt durch zunehmende Kohlendioxidkonzentrationen in der Atmosphäre geht zurück. Das zeigt eine globale Auswertung des Wachstums der terrestrischen Vegetation im Zeitraum von 1982 bis 2015. Die Abnahme des Effekts hängt mit sich ändernden Nährstoffkonzentrationen in Blättern und Nadeln zusammen. In der Studie wurden neben Satellitendaten auch Daten von Versuchsflächen ausgewertet, darunter Zeitreihen von deutschen Level-II-Flächen. (Artikel/Pressemitteilung Thünen-Institut)

Nährstoffversorgung des Waldes wird schlechter

Buchenblätter (© Inken Krüger)

Die Nährstoffversorgung von Waldbäumen verschlechtert sich aufgrund des globalen Umweltwandels. Europaweit zeigen sich abnehmende Konzentrationen von Stickstoff, Phosphor, Kalium, Magnesium und Schwefel in den Blättern und Nadeln. Ein Fachartikel in Communications Biology von März 2020 zeigt regionale Trends und mögliche Ursachen auf.

Die Blattnährstoffgehalte sind negativ mit der atmosphärischen Kohlendioxidkonzentration korreliert: nimmt das Baumwachstum zu, bieten die Böden nicht immer genügend Nährstoffe um den gesteigerten Bedarf zu decken. Auf Europaebene zeigen sich auch die Auswirkungen des Klimas. Durch häufigere Trockenheiten nehmen Nährstoffkonzentrationen im Mittelmeerraum am stärksten ab. Im Norden Europas mildern steigende Temperaturen teils auch Nährstoffmangel.

Verwendung von Drohnen im forstlichen Monitoring

Die Nutzung unbemannter Flugobjekte im forstlichen Monitoring bietet eine kostengünstige Alternative zur Satelliten-Fernerkundung oder der bemannten Befliegung. Die erhobenen Daten sind qualitativ hochwertig und können z.B. zur Kartierung und Erhebung von Baumgeometrien verwendet werden.

(mehr beim Thünen-Institut)