Bund-Länder-Arbeitsgruppe Umweltmonitoring Wald

Wie entwickeln sich die Belastungen durch Luftverunreinigungen in Deutschland? Welche Einträge können wir im Sickerwasser messen? Welche Einflussfaktoren bestimmen das Wachstum des Waldes?  Fragen dieser Art beantworten wir mit Hilfe des deutschlandweiten forstlichen Umweltmonitorings.

Das forstliche Umweltmonitoring erfasst den Zustand der Wälder und ihre Veränderungen. In Deutschland werden dafür in enger Kooperation zwischen dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und den Bundesländern regelmäßig extensive (Boden- und Waldzustandserhebung, Level I) sowie intensive (Level II) Walderhebungen durchgeführt.

Im extensiven forstlichen Monitoring (Level I) werden an etwa 2000 Waldstandorten in einem Raster von 8x8 km der aktuelle Zustand des Bodens (BZE) und der Waldbäume (WZE) erfasst. Das intensive forstliche Umweltmonitoring (Level II) untersucht  darüber hinaus Verhältnisse und Entwicklungen innerhalb des Ökosystems Wald. Dabei werden auf fast 70 ausgewählten Flächen kontinuierlich atmosphärische Stoffeinträge, das Wachstum, der Kronenzustand und der Ernährungszustand der Bäume sowie die Zusammensetzung der Bodenlösung erfasst und durch Erhebungen zur Witterung, zur Artenzusammensetzung der Bodenvegetation (Biodiversität) und zum Streufall ergänzt. Unsere Auswertungen zeigen u.a. wie das Wachstum der Bäume und ihr Kronenzustand sich gegenseitig beeinflussen. Weiterhin untersuchen wir wie sich erhöhte Stoffeinträge aus Verkehr und Landwirtschaft sowie die Klimaveränderungen auf das Wachstum auswirken.

Unter dem Dach der Bund-Länder-Arbeitsgruppe Umweltmonitoring Wald befinden sich die drei Arbeitsgruppen der Bodenzustandserhebung (BZW), der Waldzustandserhebung (WZE und des Level II, sowie mehrere Bund-Länder-Arbeitsgruppen.

Weitere Informationen finden Sie im Durchführungskonzept Forstliches Umweltmonitoring in Deutschland.