Bund-Länder-Arbeitsgruppe Umweltmonitoring Wald

Das deutschlandweite forstliche Monitoring ist ein abgestimmtes System aus wiederholten extensiven Rasternetz-Inventuren (Boden- und Waldzustandserhebung, Level I) und intensiven Walderhebungen (Level II). Die Untersuchungen finden in enger Kooperation mit den Bundesländern statt un sind unter dem Dach der Bund-Länder-Arbeitsgruppe Umweltmonitoring Wald angesiedelt.

Die BZE und das Level II sind außerdem im Rahmen der ForUm-Verordnung erfasst. Weitere Informationen hierzu finden Sie im Durchführungskonzept Forstliches Umweltmonitoring in Deutschland.

Im Rahmen der bundesweiten Bodenzustandserhebung (BZE) untersuchen wir den Zustand und die Veränderung von Waldböden, Vegetation, Kronenzustand und der Waldernährung an ca. 1.900 Stichprobenpunkten in Deutschland. Diese Punkte liegen auf einem 8x8 km Raster im Wald. Auf einer Unterstichprobe im 16x16 km-Raster fanden im Jahr 2006 Beprobungen zur europäischen Bodenzustandserhebung (BioSoil) statt. Gleichzeitig sind dies Stichprobenpunkte der Waldzustandserhebung (WZE). Bei der BZE werden länderübergreifend harmonisierte Methoden bei Probennahme und Analytik verwandt, die in einer Arbeitsanleitung veröffentlicht sind. Die BZE ist ein Gemeinschaftsprojekt des Bundes und der Länder. Einen Überblick zu den Ergebnissen der zweiten BZE erhalten Sie hier.

Das intensive forstliche Umweltmonitoring (Level II) untersucht  darüber hinaus Verhältnisse und Entwicklungen innerhalb des Ökosystems Wald. Dabei werden auf fast 70 ausgewählten Flächen kontinuierlich atmosphärische Stoffeinträge, das Wachstum, der Kronenzustand und der Ernährungszustand der Bäume sowie die Zusammensetzung der Bodenlösung erfasst und durch Erhebungen zur Witterung, zur Artenzusammensetzung der Bodenvegetation (Biodiversität) und zum Streufall ergänzt. Unsere Auswertungen zeigen u.a. wie das Wachstum der Bäume und ihr Kronenzustand sich gegenseitig beeinflussen. Weiterhin untersuchen wir wie sich erhöhte Stoffeinträge aus Verkehr und Landwirtschaft sowie die Klimaveränderungen auf das Wachstum auswirken.