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Fläche

In Deutschland gibt es zwei ICP-IM-Standorte. Der Standort in Neuglobsow-Stechlinsee (Nordbrandenburg) wird seit 1998 betrieben. Es handelt sich um einen mit Kiefer und Buche bestockten Tieflandstandort, der als Reinluftstandort eingeordnet werden kann. Dies belegen die niedrigen Werte der Stickstoff- und Schwefeldeposition. Eine Zusammenfassung der bisher veröffentlichten Messergebnisse findet sich auf der Seite des UBA.

 

Seit Juni 2023 koordiniert das Thünen-Institut im Auftrag des UBA die Messungen an diesem Standort. Dabei kommen Messmethoden zum Einsatz, die bisher an keinem ICP-IM-Standort eingesetzt werden, z.B. die semiautomatische Haubenmessung zur Erfassung von CO2 Flussraten (siehe Mess- und Untersuchungsmethoden).  
Der erste ICP-IM-Standort in Deutschland war das Forellenbachgebiet am Hauptkamm des Inneren Bayerischen Waldes. Es ist seit 1992 Untersuchungsfläche im Rahmen des UN/ECE Integrated Monitoring Programm.

Anhand der bisherigen Untersuchungen muss die Einmaligkeit des Standorts betont werden. Diese gründet sich auf die besonderen Bedingungen des Einzugsgebiets, in dessen Zentrum ein oligotropher (nährstoffarmer) Klarwassersee liegt. Seine Existenz ist von gleichbleibend geringen Nährstoffzufuhren abhängig. Darüber hinaus dienen die Kiefern-Buchen-Mischwälder im Untersuchungsgebiet als Beispiel für Waldbestände auf Moränenstandorten Norddeutschlands. Die gewonnenen Erkenntnisse geben Hinweise auf die erwartete, zukünftige Waldentwicklung an vergleichbaren Standorten bei verändertem Niederschlagsregime und als Folge des Klimawandels.

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