Waldzustandserhebung

Kiefernforst bei Chorin
Kiefernforst bei Chorin (© Petra Dühnelt)

Die Waldzustandserhebung (WZE) ist eine terrestrische Stichprobeninventur auf einem permanenten systematischen Stichprobenraster (Level-I-Netz). Dabei dient der Kronenzustand als Weiser für die Vitalität der Wälder. Die WZE wird in den alten Bundesländern seit 1984 und in den neuen Bundesländern seit 1990 jährlich durchgeführt.

Die bundesweite Erhebung erfolgt auf einem Raster von 16 × 16 Kilometern und kommt damit derzeit auf über 420 Punkte  an denen ca. 10.000 Bäumen begutachtet werden. Das ermöglicht auf Bundesebene repräsentative Ergebnisse für die wichtigsten Baumarten. Die Bundesländer haben dieses Netz nach Bedarf verdichtet, um auch auf Landesebene und für einzelne Regionen Aussagen treffen zu können.

Die Geländeaufnahmen und eine erste Prüfung der Daten erfolgen durch die Bundesländer. Die Daten werden am Thünen-Institut für Waldökosysteme zusammengeführt und ausgewertet. Die bundesweiten Befunde werden jährlich vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz veröffentlicht und fließen auszugsweise in verschiedene Berichte , z.B. in den Waldzustandsbericht der Bundesregierung, den Agrarbericht oder das Statistische Jahrbuch über Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, ein. Außerdem werden die Daten im Rahmen der internationalen Waldzustandserhebung (UNECE ICP Forests) verwendet.